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In großem Respekt vor Haydar Isik und seinem Werk
von B. Feike
Oh Dersim,
als du mich ins Leben begleitetest,
ahnten wir beide noch nichts
von dem Leid,
das sie auf uns häufen würden.
Gefangen in unserer Liebe,
trotzten wir der Willkür
in Ohnmacht,
träumten verschlungene Wege
zur Freiheit -
über alle Schranken
in den Köpfen derer,
die uns schon immer mißtrauten.
Oh Dersim,
wie mußtest du leiden -
Tod und Elend
sind tausendfach
über dich gekommen,
du schöne,
du geschundene Heimat.
Auf allen Gräbern
der Verfolgten und Gequälten
steht immer das gleiche:
In diesem Land
ist es unerwünscht,
frei denkender Kurde zu sein;
geschrieben
in der Sprache,
die nicht unsere ist,
damit wir sie vergessen ... |