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HAYDAR ISIK Erinnerungen an einen vergessenen Völkermord

HAYDAR ISIK Ein vergessener Völkermord


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Rede am 07.06.2012 in Brüssel   Drucken  E-mail 

Brüssel, 07.06.2012

Roj baþ Birêzan, þima bi xêr amê!

Meine Damen und Herren seid willkommen!

 

Im Namen der Mitveranstalter

* Gresellschaft gegen Genozid in Dersim 1937/38

* Dersim-Gesellschaft für Wiederaufbau

* Kurmesliler

* Aleviten

grüße ich Euch alle.

Unser Dank geht zu aller erst an die Fraktionen der Grünen und der Linken im EU Parlament.

Sie haben uns freundlicher Weise die Gelegenheit gegeben dieses dunkle Kapitel der Türkei, den Genozid an Dersimer Kurden hier zu diskutieren und möglichst Lösungen zu finden.

Wir bedanken uns, dass viele Freunde aus der Türkei, aus Politik und Medien unserer Einladung folgten um an dieser Konferenz teilzunehmen. ...

Wir bedanken uns bei unserem Anwalt Mr.Barry Fisher, der aus Los Angeles kommend zum dritten mal dabei ist. Mr Fisher hat bis jetzt viele Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfolgreich angeklagt, und wir hoffen, dass er uns mit seinen hervorragenden Kenntnissen dabei hilft den kulturellen Völkermord an Kurden und Dersim-Genozid  anzuklagen.

 

Wir danken unserem Anwalt Erdal Dogan, der einen sehr umfangreichen Antrag für die Internationalen Gerichte vorbereitet hat.

Wir danken dem Soziologen Dr. Ismail Besikci, der ein Gutachten über Dersim verfasst hat.

 

Unser Dank geht auch an Herrn Rechtsanwalt Yusuf Alatas, der frühere Vorsitzende des Menschenrechtsvereins der Türkei, IHD, und Vizepräsident von „The International Federation for Human Rights” (FIDH), der dabei helfen möchte.

 

Meine Damen und Herren,

Ich begrüße besonders Herrn Prof. Ronald Mönch, der auch bei unserer ersten Konferenz 2008 dabei war. Die Rede von Herrn Mönch hatte in der Türkei Wellen geschlagen.

Prof. Mönch sagte:

„Der Staatschef Mustafa Kemal Atatürk - Die Mitglieder seines Kabinetts - Die verantwortlichen Kommandanten / Gouverneure der Region.

Diese Täter haben sich nach heutigen Maßstäben wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit strafbar gemacht.“

 

Nun, diese leben heute nicht mehr. Aber der Staat führt kontinuierlich die Kurden-Politik weiter.

 

Der Genozid an Dersimer-Kurden 1937/38 kann nicht als verjährt betrachtet werden.

Wir hoffen, dass das Verbrechen des türkischen Staates gegen die Menschlichkeit international angeklagt wird.

 

 

 

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Meine Damen und Herren,

in diesem Haus sind verschiedene Kulturen, mehr als zwanzig Sprachen unter einem Dach zusammen gekommen, um ein  friedliches Leben in Europa zu schaffen.                                     

Europäische Völker versuchen  friedlich und demokratisch zusammen zu leben.

Europa achtet Menschenrechte, Deutschland schrieb die Menschenwürde als unantastbar in ihre Verfassung.

Während die Regierungen in Europa ihren Bürgern ein Leben in Frieden und Freiheit ermöglichen, wird in der Türkei den Kurden das Leben in Frieden und Freiheit verwehrt.

Das kollektive Recht der Kurden wird staatlich unterdrückt.

 

Der türkische Staat gehört den Türken, spricht Türkisch, hat eine Religion und zwar den hanefitischen Glauben.

Der türkische Staat verwehrt den Kurden ihre Muttersprache. Daher erlernen die kurdischen Kinder in den staatlichen Schulen ihre Muttersprache nicht.

Der türkische Staat betrachtet ihre Bürger- die Kurden und Aleviten- als potentiellen Gefahr.

 

Wir halten seit 2008  in diesem Hohen Haus die 4. Konferenz  zu dem Thema, DERSIM 38.  ab.

Als wir im Jahr 2008 unsere erste Konferenz einberiefen, hatte die Türkei Druck auf ihre wirtschaftlich befreundeten europäischen Länder ausgeübt, die Konferenz nicht statt finden zu lassen.

Aber die demokratische Aufrichtigkeit hat gesiegt, und wir führten unsere Konferenz durch.

 

Daraufhin wurde in der Türkei der Dersim-Genozid lebhaft diskutiert.

Als der Abgeordnete Onur Öymen sich im Namen seiner sozialdemokratischen Partei im Jahr  2009 zu Wort meldete, um den Kemalistischen Völkermord zu rechtfertigen, meinte er:

Für die Einheit des türkischen Staates müssen Opfer gebracht werden. Der Staat kann gegenüber den Kurden keinen Friedenswillen zeigen. Er fügte zu:

„Weinten keine Mütter im Scheih Said Aufstand? Weinten keine Mütter in Dersim? „

Somit versuchte er das Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das in Dersim passiert war als Legitim zu zeigen und Kemal Atatürk, und seine Arbeitskollegen sauber darzustellen.

 

Aber Ministerpräsident Erdogan erklärte, dass der Staat in den Jahren 1937/38 in Dersim 50.000 Menschen ermordet hatte.

Er entschuldigte sich sogar später im Namen des Staates.

 

Nun diese Entschuldigung war nur ein Schachzug gegen seine Konkurenzpartei gewesen.

Als er sich entschuldigte, bombardierte gleichzeitig seine Armee die Berge von Dersim. Obwohl er als Staatsmann ein Tabu gebrochen hat, unternahm er für die Gutmachung überhaupt nichts.

 

Herr Erdogan sagte in Deutschland „Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“,aber er führt in der Türkei die Assimilierung der Kurden fort.

Er spricht von „ein Volk, ein Staat, eine Religion und eine Sprache.“

Wie können wir, die Kurden, sich in diesem „ein“ behaupten?

Meine Damen und Herren,

Als ich in die Schule ging schworen wir jeden Tag  zu Beginn des Unterrichts:

„Îch bin Türke, ich bin glücklich Türke sein zu dürfen. Mein Dasein soll den Türken geschenkt werden.“

Heute sagen das meine Enkelkinder.

Wir mussten die Sprache, die uns oktrohiert ist, lernen, und erleben, dass unsere

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Muttersprache nicht als menschliche Sprache gesehen wurde. In dieser Sprache durften wir weder weinen noch lachen, sprechen war ohnehin untersagt.

Heute können meine Enkelkinder ihre Muttersprache nicht erlernen.

 

Zwar hat die Türkei mich ausgebürgert und meine Habe versteigert, und im letzten Jahr meine Rente beschlagnahmt. Aber sie hat von mir viel Kostbareres genommen, nämlich meine Muttersprache.

 

Die Türkei hat vor 75 Jahren, als Verbündete des Hitlers-Regimes meine Heimat DERSIM bombardiert und einen Völkermord an Dersimer-Kurden veranstaltet, während zur gleichen Zeit Guernica bombardiert wurde und in Deutschland die Planung des Holocaust an Juden im Gange war.

Damals, wie auch heute, haben die vorschrittlichen Kräfte dieses Verbrechen in Guernica verurteilt. Aber dass weit hinten in der Türkei ein Volk  vom türkischen Militär dezimiert wurde, sah  die Welt leider nicht.

 

Wolfgang Johann Goethe dichtete seiner Zeit:

„Wenn hinten weit in der Türkei/

Die Völker aufeinander schlagen/

Man steht am Fenster trinkt sein Gläschen aus/

Und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten/

Dann geht man abends froh nach Haus/

Und segnet Fried und Friedenszeiten“. 

 

Die Kurden sind das älteste Volk der Region. Sie lebten 4 Tausend Jahre vor den Türken in diesem Gebiet. Sie haben ein Recht auf ihre Muttersprache, Kultur und Identität.

In Dersim werden zwei kurdische Dialekte gesprochen, wobei  Zazaki nach Unesco Bericht sehr gefährdet ist.

Das Kemalistische Regime hat unter dem Motto: Ein Volk, ein Staat, eine Fahne, eine Sprache, eine Religion und eine sunnitische Konfession in den Jahren 1937/38 in Dersim 70.000 Kurden massakriert, weil sie weder ethnisch noch kulturell in diese Schablone passten.

 

Der frühere Außenminister der Türkei Ihsan Sabri Caglayangil sagte:

„Das Militär hatte in den Eingängen der Berghöhlen, in denen die Dersim Kurden Schutz suchten, Giftgas eingesetzt und sie wie Ratten vergiftet wurden. Das Militär hat Menschen von sieben bis siebzig Jahren massakriert.“

 

Meine Damen und Herren,

 

In den vorherigen Konferenzen wurde fast alles über Dersim gesprochen.

Nun diese Konferenz soll der Sache eine Beschleunigung geben.

Die Türkei führt einen Krieg gegen Kurden.

Die Situation der kurdischen Sprache ist verheerend schlecht.

Die Assimilation der Kurden wird staatlich organisiert.

Ist all dies nicht ein kultureller Genozid?

Die Kurden werden durch den Krieg und durch den Bau von Staudämmen gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Somit werden sie von ihren sozialen Wurzeln entfernt.

Ist das nicht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

 

 

 

 

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Meine Damen und Herren,

der Grashalm ist schwach, denoch bleibt er nicht unter dem Stein.

Wir appellieren an die europäischen Politiker, die den Arabischer Frühling begrüßt haben. "Wann kommt der Frühling mit seiner Freude -

Wir Kurden wollen die Tage der Freiheit erleben",

sagt der berühmte kurdische Dichter Cigerxwin.

 

 

Wir sind der Meinung, die Türkei muss sich nach europäischem Maß erneuern, und in die EU aufgenommen werden, sonst wird das Leid der Kurden weiter gehen.

 

Die Türkei versucht die souverän denkenden Kurden als Terroristen zu zeigen.

Wir, die Kurden haben einen Spruch:

„Wenn das Wasser in die Enge gedrängt wird, macht es Lärm.“

 

Auch der große Dichter Bertold Brecht sagte:

„Jeder nennt den reißenden Fluss gewalttätig, aber niemand spricht über das Flussbett, das ihn einengt.“

 

Demokratie ist kein beliebig verwendbarer Begriff.

 

Wenn man  für die EU Bürger Demokratie fordert, soll man dies auch für die Kurden fordern.

 

Wir erwarten von den Europäischen Politikern, dass sie so wie sie damals Druck auf das Apartheitregime Südafrika ausgeübt hatte, auch auf die Türkei politischen, und wirtschaftlichen Druck auszuüben, damit die Kurden ihre Grundrechte erhalten können. 

 

Wir verlangen von den Demokraten in Europa uns beizustehen, das staatliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den Jahren 1937/38 an Dersimer-Kurden zu klären.

 

 

 

 

 







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