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Pressestimmen: Haydar Isik - Der Agha aus Dersim Unter die Haut gehend sind die Geschichten aus Dersim, gerade die Schlichtheit der Worte und die knapp, aber treffend geschilderten Emotionen der Kurden erzeugen große Authentizität. Angesichts des Widerstandes der Kurden, ihres verzweifelten Kampfes gegen die Entrechtung, auch heute noch, verschwimmen hier die Zeitebenen. Ein Buch, das zu denken gibt über die lange Dauer der Lernunfähigkeit des Menschen. Haydar Işik erzählt eine fesselnde Parabel von politischer Blindheit und kurzsichtiger Kollaboration.In der Türkei wurde der politisch brisante Roman einen Monat nach seinem Erscheinen verboten. In der Bundesrepublik ist er in einer vorzüglichen Übersetzung mit einem aufschlussreichen Glossar herausgekommen. Der Roman ist poetisch, wenn er kurdisches Leben und die Schönheit der Natur schildert; vom grausamen Geschehen berichtet er fast nüchtern - anders ist solchen Ungeheuerlichkeiten wohl nicht beizukommen. Es ist nicht leicht, als Kurde in Deutschland zu leben. Ein Volk ohne Staat hat keine Freunde. Mit ihrem Heimweh, mit ihrer Sehnsucht nach einem sicheren Leben in den Bergen ihrer Heimat bleiben Kurden allein.Es gäbe eine Redensart über das Volk der Kurden, sagt Haydar Işik: Das Volk sei wie ein Walnussbaum; je mehr Steine man auf ihn wirft, desto mehr Nüsse fallen herab, und neue Bäume wachsen. Aber Haydar weiß auch aus trauriger Erfahrung, dass selbst ein großer Wald aus Walnussbäumen vernichtet werden kann.
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