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Haydar Isik Juli 2008 Die Rede am Marienplatz über das Verbot von ROJ-TV In der Türkei leben 20 Millionen Kurden. Die Muttersprache dieses Volkes ist verboten. Kinder können in den Schulen ihre Muttersprache Kurdisch nicht erlernen. Die Kultur der Kurden ist verboten. Die kurdische Identität wird nicht geduldet. Die türkische Armee führt vernichtenden militärische Operationen durch und tötet jeden Tag Kurden. Während die Menschen auf der Welt und auch in Deutschland sehr besorgt über die Klimaänderung Debatten führen, bombardiert die türkische Armee jeden Tag Kurdistan und steckt die Wälder in Brand. Die türkische Armee macht ganz bewußt, die Heimat der Kurden unbewohnbar.
Die Kurden müssen zusehen wie ihre Wälder in Flammen auf gehen. Wenn die Bevölkerung eigene Initiative ergreift, um sie zu löschen, dann werden sie daran gehindert. Die Liste der Verbrechen der Türkei geht noch weiter. Ist die Türkei demokratisch?
Viele Deutsche kennen die Türkei als Urlaubsland. Aber fast kein Mensch interessiert sich dafür was neben seinem Hotel passiert ist, welche Schicksale sich abspielen. Man hört die Schreie der Menschen, die dort gefoltert werden, nicht. Weit Hinter in der Türkei schlachtet die türkische Armee das kurdische Volk, aber fast keiner regt sich hier auf. Die Türkei hat Tausende Dörfer der Kurden dem Erdboden gleich gemacht. Die Türkei hat Millionen Kurden in ihrem Lande heimatlos gemacht. Die Türkei arbeitet mit Iran und Syrien Hand in Hand gegen Kurden und führt Invasionen in Süd Kurdistan im Nord-Irak durch- Die Türkei versucht jeden Funken der Öffnung zur Demokratie sofort zu löschen. Die Politiker hier bleiben Stillschweigend, weil die Türkei Nato-Partner und Beitrittskandidat der EU ist. Deshalb drückt man beide Augen zu. Die Türkei bekommt Waffen von Deutschland als Geschenk oder auch zu kaufen. Mit diesen Waffen führt die Türkei ihren Krieg gegen Kurden. Obwohl die EU eine Wertegemeinschaft ist. Obwohl die Nato angeblich bürgerliche Rechte schützt. Aber weder die EU noch die Nato und Deutschland interessiert es, mit der Türkei mit ein klares Wort zu reden und zu sagen, so geht es nicht weiter.
Wenn die Kurden in der Diaspora Institutionen für ihre Muttersprache und Kultur schaffen, will die Türkei sie auch hier bekämpfen. Der lange Arm der Türkei reicht bis nach Europa. Sie verfolgt die Kurden auch hier. Wenn sie es selber nicht schafft, dann versucht sie die Hilfe der Bundesregierung zu holen. Der Bundesinnenminister verfügt gegen ROJ TV ein Betätigungsverbot in Deutschland.
ROJ TV ist das einzige Medium des kurdischen Volkes, das in der Türkei, Iran und Syrien auf brutalste Weise unterdrückt ist.
Nach EU Charta darf ROJ TV nicht verboten werden,
*weil dadurch die Kurden ihre Sprache erlernen, *weil sie ihre Kultur kennenlernen können. *weil ROJ TV Informationsquelle der Kurden in Deutschland ist, *weil der Fernsehsender ROJ TV die Seele der Kurden ist, Außerdem wird der Sender- Roj TV nicht nur in kurdischer Sprache sondern Nachrichten und Programmen in Türkisch, Assyrisch, und Arabisch gesendet.
Die Kurden glauben, dass das Verbot auf Ersuchen der Türkei stattfand.
Der Herr Minister behauptet, "der kurdische Sender ROJ TV beeinträchtige und gefährde das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Ausländern und verschiedenen Ausländergruppen im Bundesgebiet, die öffentliche Sicherheit und Ordnung und sonstige erhebliche Interessen der Bundesrepublik Deutschland"
Das heißt, offensichtlich ging der Minister den Interessen der Türkei nach und hilft ihr, die kurdische Stimme zum schweigen zu bringen.
Damit weit hinten in der Türkei ohne Öffentlichkeit Kurden gefoltert, getötet und von ihrer Heimat verbannt werden und die Wälder mit Brandbomben angesteckt werden können. Ministerpräsident Erdogan hat bei einem Interview gesagt: "Selbst wenn die Kurden in Argentinien ein Kurdistan gründen wollten, würde die Türkei dies bekämpfen." Nun der Herr Minister soll uns erzählen, wie und was sollen die Kurden denn machen?
Nachdem Roj TV hier verboten wurde, wurde in der Türkei fast gleichzeitig ein neu gegründeter Sender HAYAT TV vom türkischen Innenminister verboten, da der Sender regierungskritische Programme strahlte.
Es ist nicht zu verstehen, dass die Bundesregierung mit ihrer restriktiven Politik der Türkei hilft und die Kurden benachteiligt. Es leben und arbeiten etwa 700 000 Kundinnen und Kurden in Deutschland, davon etwa 250.000 als deutsche Staatsbürger. Wir, die Bürger und Mitbürger dieses Staates fühlen uns durch diese Politik sehr benachteiligt. Die Bundesregierung hilft die Seite der Unrecht, des Krieges und der Unterdrückung. Deutschland soll helfen, dass in der Türkei Frieden und Demokratie installiert wird. Aber bis jetzt ist uns nicht bekannt, dass von Deutschland ein Versuch unternommen wurde, dass zwischen Türken und Kurden eine friedliche Koexistenz zu schaffen.
Wenn die Bundesregierung ihre kurdischen Mitbürger einfach sprachlos, stimmenlos und rechtlos stellt, haben wir das Recht zu sagen, das ist eine feindliche Politik gegen Kurden.
Die Türkei versuchte Druck auf Dänemark aus zu üben, um ROJ TV zu schließen, weil der Sender dort lizenziert ist. Aber die dänische Regierung hat die Standhaftigkeit gezeigt, und den Wunsch der Türkei schon zurückgewiesen. Später versuchte die Türkei bei der Bundesregierung die Schließung des Senders zu erreichen und was sehen wir, Herr Schäuble hat den Sender, der in Dänemark lizenziert ist im Bereich der Bundesrepublik verboten. Mit diesem Verbot glauben viele Kurden daran, dass Deutschland Handlanger der Türkei wurde.
Wir fordern die Bundesregierung auf, das Betätigungsverbot des Kurdensenders ROJ TV aufzuheben. ROJ TV ist die Stimme der Kurden. ROJ TV ist die Seele der Kurden. ROJ TV ist die Sprache der Kurden. ROJ TV ist die einzige Informationsquelle der Kurden.
In Deutschland gibt es viele türkische Sender, die jeden Tag völkerfeindliche Propaganda machen, den türkische Nationalismus verbreiten. Die Zeitung Hürriyet erscheint mit dem Logo "Türkei den Türken" All diese einseitige Türkentümelei wird nicht beanstandet, aber die Stimme der Kurden wird zum Schweigen gebracht, obwohl sie eine Völkerfreundliche Haltung haben. Die Kurden sehen sich durch diese repressive Politik sehr benachteiligt. Demokratie ist kein beliebig verwendbarer Begriff, was für Türken gut ist, ist auch für Kurden. Wir lehnen diese kurzsichtigen und gefährlichen Verwirrspiele ab und wünschen uns, dass Deutschland im Namen der Völkerverständigung das Verbot aufhebt.
Außerdem fordern wir die Bundesregierung auf, eine Engagement bei der Türkei zu zeigen, dass den Kurden dort ein menschenwürdiges Leben ermöglicht wird.
Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre Politik zu Gunsten der Kurden zu korrigieren.
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